Der Urwaldsteig: Immer nah am Abgrund

Gepostet Von Gabriele am 4.Juli 2015 | Keine Kommentare


Länge der Tour:  68 km       Entfernung von Paderborn:  88 km       Wegmarkierung:  gut

Wenn jemand glaubt, wir wären im Juni faul gewesen, stimmt nicht!
In der letzten Woche waren wir auf dem Urwaldsteig am Ederseee unterwegs. Das sind immerhin 68 Kilometer, die wir in 3 Etappen gelaufen sind.
Eine genaue Wegbeschreibung spare ich mir, da gibt es sicherlich kompetentere Autoren, außerdem hat man bei 68 Kilometern Wegstrecke im Nachhinein nicht mehr alle Einzelheiten im Kopf.
Wir haben die Tour an der Jugendherberge Hohe Fahrt in Vöhl gestartet. Eigentlich wollten wir hier übernachten, die Jugendherberge war allerdings komplett mit Schulklassen ausgebucht.
Für die erste Übernachtung hatten wir uns das Waldhotel Wiesemann in Waldeck ausgesucht und waren auch sehr zufrieden damit. Man hat von der Terasse aus einen wunderbaren Blick auf den Edersee und da auch das Wetter mehr als „mitgespielt“ hat, konnten wir dort auch zu Abend essen.

DSC04054 DSC04066

Die Zimmer waren auch o.k., der einzig Schwachpunkt war, dass das Hotel direkt an der Straße liegt und die Straße bei Motorradfahrern sehr beliebt ist. Später am Abend wurde es dann aber wieder ruhig. Diese Etappe ist ca. 26 Kilometer lang.

DSC04045

DSC04099 DSC04097

 Die nächste Etappe führte uns von Waldeck nach Bringhausen, das sind kanpp 19 Kilometer die zu Laufen sind.
In Waldeck war die einzige Stelle, wo die Wegkennzeichnung etwas verwirrend war, wir sind da kurz in die Irre gelaufen – Verlaufen kann man sich aber nicht. Abgesehen davon ist der Urwaldsteig hervorragend ausgeschildert. Auf dieser Etappe gab es einen heftigen Anstieg, und zwar vom EON-Informationszentrum in Hemfurth hinauf zum Pumpspeicherbecken auf dem Peterkopf. Immerhin 300 Höhenmeter auf 4 Kilometer. Das war uns dann bei 30 Grad doch zu viel und wir haben dann lieber die Standseilbahn benutzt, damit hat die Strecke dann nur gut 10 Minuten gedauert.
Oben auf dem Peterkopf hat man eine fantastische Aussicht auf das Waldecker Land. Hier sollte man sich etwas länger Zeit nehmen. Es gibt hier sogar eine große Schutzhütte. Die Jausenstation hatte allerdings nicht geöffnet, also lieber selbst etwas mitnehmen.
Unsere Mittagspause haben wir auf dem Sauermilchplatz gemacht, hier gibt es auch eine Schutzhütte, allerdings haben wir uns lieber unter eine Kastanie gelegt.
Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Bringhausen. Hier haben wir im Hotel und Seminarzentrum Fünf-Seen-Blick übernachtet. Hier geht es vegetarisch und ein bisschen esoterisch zu, wer sich davon aber nicht abschrecken lässt, wird mit einem fantastischen Garten mit Liegewiese belohnt. Hier ist es wirklich ruhig, den einzigen Lärm machen die Mausersegler.

DSC04104 DSC04118
DSC04123 DSC04126
DSC04132 DSC04134

DSC04139
Picknick am Sauermilchplatz

DSC04145
Der Garten vom Hotel Fünf-Seen-Blick

Die dritte Etappe ging von Bringhausen zurück zur Jugendherberge, das sind dann nochmal 24 Kilometer. Wer das abkürzen möchte, kann am Campingplatz Asel-Süd eine kleine Fähre nehmen und tauscht einen vielleicht nicht ganz so reizvollen Streckenabschnitt gegen eine nette Überfahrt über den Edersee.
Landschaftlich ist der Urwaldsteig auf jeden Fall empfehlenswert. Besonders die Knorreichen-Wälder haben uns begeistert. Vor dem leuchtend blauen Edersee bilden sie eine fast schon mediterrane Kulisse. Die Wege sind teils sehr schmal und führen an beeindruckenden Steilhängen längs. Es gibt viele knackige Steigungungen, so dass Etappenlängen über 20 Kilometer schon eine echte Herausforderung darstellen (besonders bei über 30 Grad).

DSC04158 DSC04179
DSC04172 DSC04164

Auf der ersten Etappe fad ich es schade, dass es kaum Rastplätze gab, der empfohlene Europahain war mir zu laut. Von hier bis verläuft der der Weg für eine Weile parallel zu Straße, was dank der Motoradfahrer etwas nervig ist. Die anderen Etappen sind aber ruhiger, besonders das Stück vom Peterkopf zum Sauermilchplatz: traumhafte Stille in lichten Buchenwäldern.
Man hat auf dem Urwaldsteig die Chance, die Etappen nach seinen persönlichen Erfordernissen auszuwählen, da es genügend kleine Ortschaften mit Übernachtungsgelegenheiten gibt.
Bei gutem Wetter bietet sich auch das Strandbad in Waldeck an, der See hat eine Temperatur von 20 Grad, das sollen Nord- und Ostsee mal nachmachen. Überhaupt scheint die ganze Region ein lohnendes Urlaubsziel zu sein.

Unbenannt-1
Ich freue mich immer, wenn ich eine sehe!

Fazit für diese Tour also: Machen, auf jeden Fall machen!!!

 

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.